Sommerhitze in Mietwohnungen: Kühllösungen und ihre Kosten
Wenn die Temperaturen im Sommer regelmäßig über 30 Grad steigen, wird die eigene Mietwohnung schnell zur Belastung. Besonders Dachgeschosswohnungen heizen sich tagsüber stark auf, und nachts kühlt es oft kaum ab. Viele Mieter fragen sich dann, welche Kühllösungen überhaupt erlaubt sind und mit welchen Kosten sie rechnen müssen. Grundsätzlich gilt: Mobile Klimageräte, Ventilatoren und Verdunstungskühler sind in der Regel ohne Zustimmung des Vermieters nutzbar, solange sie keine baulichen Veränderungen erfordern. Wer jedoch eine feste Klimaanlage einbauen möchte, braucht die Erlaubnis des Eigentümers, denn dafür müssen Leitungen verlegt und oft auch Wände durchbrochen werden.
Eine oft unterschätzte Alternative ist der Deckenventilator. Er verbraucht deutlich weniger Strom als eine Klimaanlage, ist leise und sorgt durch die Luftbewegung für eine gefühlte Abkühlung von mehreren Grad. Wer sich für einen Deckenventilator in der Mietwohnung nachrüsten möchte, sollte allerdings vorab prüfen, ob die Decke tragfähig genug ist und ob der Vermieter der Montage zustimmt. Bei Mietwohnungen ist das Bohren in die Decke meist genehmigungspflichtig, auch wenn es sich nur um eine kleine Aufhängung handelt. Die Anschaffungskosten liegen je nach Modell zwischen 50 und 300 Euro, hinzu kommen eventuell Handwerkerkosten für die Montage.
Mobile Monoblock-Klimageräte sind die einfachste Lösung, aber sie haben einen entscheidenden Nachteil: Sie benötigen einen Abluftschlauch, der durch ein Fenster oder eine Wandöffnung geführt werden muss. Der Wirkungsgrad ist oft gering, der Stromverbrauch hoch. Bei einer Leistung von 2,5 kW liegen die Betriebskosten schnell bei 0,50 bis 0,80 Euro pro Stunde. Wer das Gerät täglich acht Stunden laufen lässt, kommt im Monat auf 120 bis 190 Euro zusätzlich. Split-Klimaanlagen arbeiten effizienter, dürfen aber in Mietwohnungen meist nur mit ausdrücklicher Genehmigung installiert werden. Die Kosten für Gerät und Installation beginnen bei etwa 1.500 Euro und können je nach baulichen Gegebenheiten deutlich steigen.
Neben technischen Lösungen helfen auch einfache Maßnahmen: tagsüber Rollläden schließen, nachts lüften, Sonnenschutzfolien anbringen und elektrische Geräte mit hoher Abwärme möglichst nicht in den heißesten Stunden nutzen. Wer langfristig plant, sollte das Gespräch mit dem Vermieter suchen und schriftlich festhalten, welche Eingriffe erlaubt sind. So lassen sich Konflikte vermeiden und die Sommerhitze in der Mietwohnung erträglicher gestalten.